Menschen

In meinem Zyklus „Oyá-Oh-Yeah!“ beschäftige ich mich mit der weiblichen Identitätsfindung im Sinne einer Herangehensweise, die den Blick darauf richtet, was wir tun im Sinne einer sozialen und kulturellen Leistung. Dies steht einer Sichtweise entgegen, die Menschen auf eine bestimmte Identität festschreibt. Diese offenere Sichtweise lässt vor allem Frauen viel mehr Möglichkeiten.

Ich halte in meinen Arbeiten gerade das Spiel mit Möglichkeiten, das Überwinden von Zwängen fest. Teile meiner Reihe sind inspiriert von Szenen aus Hamburger und Berliner Großstadt-Clubs. Meine Arbeiten sind ein Plädoyer dafür, sich auszuprobieren und sich zu lösen von Ideen, was frau ist und was nicht oder was frau tut und was nicht.

Ich lasse mich genauso inspirieren von Frauen, die frei, anmutig und selbstvergessen zu sphärischen Klängen tanzen wie von welchen, die ihre Nacht zu harten Beats gestalten. Mich faszinieren Frauen, die ihre Flügel ausbreiten und ihren Körper zelebrieren, die den Moment leben oder sich zur Königin der Nacht erheben. Ich beschäftige mich mit Frauen, die ihre Möglichkeiten nutzen und schöpferische Kraft entwickeln. So entsteht ein Boden, auf dem wiederum Neues wachsen kann.

Einige meiner Bilder der Reihe „Oyá-Oh-Yeah!“ in Mischtechnik – mit Acryl, Tuschen, Papierfasern, Blattgold und Bronzepulver

Die Frauen meiner Bildserie haben etwas mit Oyá, unter anderem Göttin des Wandels und der Transformation, gemein. Sie sind leidenschaftlich, energetisch, frei, strahlend und schwungvoll. Sie sagen: „Sei, was Du sein willst“, „Lebe, was Du leben willst“, „Probiere Dich aus“, „Erfinde und erlebe Dich“ und vor allem: „Steh zu Dir“.

Gleichzeitig feiern sie Metropolen, die Chancen, Möglichkeiten, Freiheiten und Inspiration bereithalten. Großstädte bieten das Umfeld, um sich selbst zu erfinden. Meine Bilderreihe verbindet an dieser Stelle ein urbanes Thema mit Weiblichkeit und Identität.