Der Beginn einer kreativen Spur
Meine erste Begegnung mit kreativer Gestaltung reicht weit zurück. Als Kind entdeckte ich auf dem Dachboden meiner Großmutter die Modeentwürfe meiner Tante aus den 1950er- und 1960er-Jahren. Ich begann, diese Zeichnungen auszumalen und konnte mich stundenlang darin verlieren.
Dieses Gefühl kenne ich bis heute: Wenn ich arbeite, scheint die Zeit stillzustehen. Heute arbeite ich als Künstlerin unter meinem Namen Nina Groth und entwickle urbane Stadtlandschaften in meinem eigenen Stil.
Ein Umweg über die Finanzwelt
Mein beruflicher Weg begann zunächst in einer ganz anderen Richtung. Auf familiären Rat hin studierte ich zunächst im Bereich Finanzwirtschaft.
Schon früh merkte ich jedoch, dass dieser Weg nicht wirklich zu mir passte. Nach kurzer Zeit entschied ich mich deshalb für einen Neuanfang und studierte ein zweites Mal – diesmal im Kommunikationsbereich.
Rückblickend war diese Erfahrung wichtig. Sie hat mir gezeigt, wie groß der Unterschied zwischen eigenen Wünschen und äußeren Erwartungen sein kann.
Städte als Inspirationsquelle
Eine Konstante in meinem Leben war schon immer meine Faszination für Städte.
Ich bin in Lübeck aufgewachsen, fühlte mich jedoch früh von größeren Metropolen angezogen. Im Laufe meines Lebens lebte oder arbeitete ich in verschiedenen Städten – darunter Adelaide, Mumbai, Frankfurt, Berlin und schließlich Hamburg.
Städte sind für mich lebendige Räume: Architektur, Perspektiven, Brücken, Hafenstrukturen und Bewegung treffen hier aufeinander. Diese Eindrücke prägen meine Kunst bis heute.
Gleichzeitig vereinen Städte für mich zwei scheinbar gegensätzliche Kräfte: Struktur und Individualität. Architektur, Straßenachsen und urbane Ordnung geben Orientierung und Stabilität. Gleichzeitig entsteht in jeder Stadt ein individueller Rhythmus aus Bewegung, Begegnungen und spontanen Impulsen.
Viele meiner Gemälde sind deshalb auch eine Art Versuchsanordnung: ein Spiel mit diesen beiden Polen – mit Struktur und Freiheit, mit Ordnung und individueller Bewegung.
Kreative Stationen vor der Malerei
Bevor ich zur Malerei fand, gab es mehrere kreative Ausdrucksformen.
Während meines Aufenthalts in Australien beschäftigte ich mich intensiv mit analoger Fotografie. Besonders faszinierte mich die Arbeit in der Dunkelkammer – der Moment, in dem ein Bild langsam sichtbar wird.
In Indien kam später eine weitere kreative Phase hinzu: die Schmuckgestaltung. Ich entwickelte eine Kollektion aus Resin in Kombination mit Gold, Silber und Edelsteinen. Schon damals arbeitete ich mit leuchtenden Farben und geometrischen Formen.
Viele dieser Elemente finden sich heute auch in meinen Gemälden wieder.
Der Moment, der alles veränderte
Der eigentliche Einstieg in die Malerei entstand in einer persönlichen Umbruchsphase. In dieser Zeit begann ich autodidaktisch zu experimentieren.
Ein besonderer Moment war ein Malexperiment mit verbundenen Augen. Ohne sehen zu können, arbeitete ich zum ersten Mal mit einem Spachtel und ließ Farbe frei über die Leinwand fließen.
In diesem Moment spürte ich eine intensive Form von Lebendigkeit. Es war weniger das Ergebnis des Bildes, sondern vielmehr das Gefühl im kreativen Prozess, das mir zeigte: Hier beginnt etwas Bleibendes.
Städte, Perspektiven und Bewegung
Heute sind Städte weiterhin ein zentraler Ausgangspunkt meiner Arbeit.
Ich fotografiere und skizziere urbane Räume als Grundlage für spätere Gemälde. Straßenachsen, Brücken, Hafenstrukturen und architektonische Linien bilden häufig die Basis meiner freien Bildkompositionen.
Meine Arbeiten zeigen Städte jedoch nicht als reine Abbildungen. Vielmehr entstehen interpretierte Stadtlandschaften, in denen Struktur, Perspektive und Bewegung die zentrale Rolle spielen.
Viele dieser Arbeiten entstehen heute in Serien wie Urban Axis oder Steel & Sky, in denen urbane Perspektiven, Hafenlandschaften und architektonische Strukturen eine zentrale Rolle spielen.
Ausstellungen und internationale Themen
Seit 2019 stelle ich regelmäßig aus – unter anderem in Banken, Immobilienunternehmen, auf Messen und in Galerien.
In meinen Arbeiten tauchen immer wieder Städte und Orte auf, die Menschen mit eigenen Erinnerungen verbinden: Hamburg, Berlin, London, New York, Istanbul oder auch Landschaften wie der Darß oder Rügen.
Viele dieser Motive entstehen auch als individuelle Auftragsarbeiten.
→ Mehr über Auftragsgemälde
Veränderung als Teil des Weges
Mein eigener Weg zur Kunst war nicht gradlinig. Gerade deshalb ist mir ein Gedanke wichtig geworden: Veränderung ist kein Bruch, sondern Teil eines Entwicklungsprozesses.
Viele meiner Arbeiten beschäftigen sich genau mit dieser Dynamik – mit Bewegung, Perspektiven und neuen Blickwinkeln.
Kunst entdecken
Wenn du mehr über meine Arbeiten erfahren möchtest, kannst du meine aktuellen Werke hier entdecken:
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Oder besuche eine meiner Ausstellungen.




