Über die Kunst-Unikate

Stadt, Land, Fluss und andere Welträume. Das sind die bevorzugten Themen für meine Kunst-Unikate. Meine Landschaftsbilder sind teilabstrakt. Sie vermitteln ein offenes Deutungsangebot: Abstraktes, Konkretes, Konturen, Erkennbares.

Das Thema – warum Landschaften?

Landschaften waren schon immer mein Thema, auch wenn ich gelegentlich Ausflüge in die figurative Malerei unternehme. Ich bin immer gerne gereist und habe Neues entdeckt. Außerdem bin ich naturverbunden. Ich bewundere Kunstschaffende der Romantik oder des Impressionismus, die uns dazu veranlassen, eine Landschaft förmlich zu riechen und zu schmecken. Ich mag es, wenn ein Betrachtender die Wellen einer Wasserlandschaft hört und die Stimmung dieses einen Tags am Meer fühlt. Für mich geht es an neuen, aber auch bekannten Orten darum, hinzuspüren und die Essenz eines Orts zu begreifen. Das Malen von Wasser, Straßen, Häfen oder Metropolen bringt mich diesen wieder nah. Ich versuche das für mich Wesentliche eines Orts in einer bestimmten Stimmung, in einem bestimmten Moment erlebbar zu machen. Gleichzeitig öffne ich meine Arbeiten für das individuelle Erleben des Betrachtenden.

Die Arbeitsweise – wo das wohl sein mag?

Sind Orte austauschbar? Für viele Menschen repräsentieren bestimmte Orte Heimat und lösen tiefe Gefühle der Verbundenheit aus. Genau hiermit spiele ich in meinen Arbeiten. Ist es wirklich ein bestimmter Ort, der ein Gefühl von Heimat auslöst? Oder liegt die Heimat nicht in uns selbst? Von Entdeckungsspaziergängen und Reisen bringe ich Skizzen, Fotos, Impressionen, Erinnerungen mit, aber nur Teile fließen davon in meine Arbeit. Es gibt also Vertrautes und Bekanntes im Bild. Gleichzeitig laden Neukomposition, Versatzstücke und Verfremdungseffekte zur Auseinandersetzung ein: „Wo das wohl sein mag?“ Diese Frage rege ich an und lade zur eigenen Entdeckungsreise ein. Betrachtende treten mit dem Bild in Resonanz und können darin ihre eigene persönliche Welt erforschen.

Das Material – die dritte Dimension

Viele meiner Kunst-Unikate zeichnen sich durch hohe Plastizität aus. Oberfläche, Struktur, Haptik. Spachteltechnik, Schichtenmalerei, Collage. Motiv und Material gehen dabei oft Hand in Hand. Ich bediene mich eines breiten Spektrums an Techniken – vorzugsweise des Spachtelns. Mich fasziniert das Zusammenspiel zwischen Absicht und Zufall. Es lädt zur Gestaltung ein. Die Ursprünge meiner strukturbetonten Malerei finden sich auch in meiner langjährigen Affinität zur Goldschmiede- und Objektkunst. Die Haptik meiner Bilder erwächst aus meiner Neugier auf die unterschiedlichsten Werkstoffe. Die eingesetzten Materialien – häufig durch Upcycling gewonnen – wandeln sich zur Inspirationsquelle. Als inhärenter Bestandteil des Kunstwerks werfen sie Fragen auf, liefern Überraschungsmomente und eröffnen weitere, ergänzende Perspektiven als das rein zweidimensionale Kunstwerk.

Mehr zu mir und meinen Bildern gibt es auch unter Über mich und Malerei.