Blick auf das 2021: Neue Kunst im neuen Jahr
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Tschüss 2020, hallo 2021

Ich wünsche allen zum Jahresende einen guten Rutsch! Es geht ein ganz anderes Jahr im Vergleich zu dem, was wir bisher kannten, zu Ende. Ich möchte dieses von der Corona-Pandemie geprägte Jahr hier auf meiner News-Seite mit einigen persönlichen Gedanken zum Jahresende beschließen.

Seit rund einem Jahr gibt es meine Website. Ich wollte sie unbedingt noch Ende letzten Jahres an den Start bringen, damit ich im Netz auffindbar bin. Denn die Präsenz im Internet wird immer wichtiger – auch für Künstlerinnen und Künstler. Und dieses Jahr wollte ich mit meinen Bildern dann richtig durchstarten. Ich hatte Märkte gebucht, war angefragt für das eine oder andere Event und war voll in den Vorbereitungen. Und dann kam Corona. Ich konnte anfänglich nicht glauben, dass uns Corona wirklich das ganze Jahr beschäftigen würde – und doch war es so.

Dieses Jahr war für mich in mancherlei Hinsicht eine Schlittenfahrt. Immer wieder schwankte ich zwischen Hoffnung, Vorfreude, Zweifel und Enttäuschung. Immer wieder hoffte ich, dass sich die eine oder andere Veranstaltung vielleicht doch würde retten lassen. Viele fielen dann aber letztendlich aus. Ich bin eigentlich eine Planerin. Von den Plänen funktionierten nicht viele.

Neue Chancen entdeckt

Dafür taten sich plötzlich andere Möglichkeiten auf. Ich bin dieses Jahr flexibler geworden und auch dankbarer und mein Blick hat sich geöffnet für Chancen, die neu entstehen. Das ist ganz ähnlich wie meine Herangehensweise ans Malen. Unterschiedliche Materialien und auch der Zufall spielen eine Rolle und fordern zur Gestaltung heraus. Manchmal ist es auch bei der Präsentation der eigenen Arbeiten wichtig, einfach die Augen zu öffnen und den Blick zu weiten. Manch eine Gelegenheit will gefunden und nicht übersehen werden. Manchmal muss man aktiv suchen und neue Kontakte generieren.

Über das Internet konnte ich zum Beispiel an internationalen Ausschreibungen teilnehmen. So waren Bilder von mir sogar in New York auf dem Big Screen Plaza zu sehen. Corona hat die Welt an dieser Stelle auch ein Stück zusammengebacht. Über die Plattform ArtConnect habe ich viele Initiativen entdeckt, die Künstlerinnen und Künstler auf der ganzen Welt eingeladen haben, sich an Corona-Ausstellungen zu beteiligen. Dafür bin ich dankbar.

Auch in Hamburg gab es Chancen, die ich vorher nicht eingeplant hatte, wie meine Einzelausstellungen bei ANAN Streetfood oder RINDCHEN’S WEINKONTOR in Eppendorf. Ich habe mich immer wieder gefreut, wenn aus einem „das geht nicht“ doch ein „wir versuchen es, nur anders“ wurde – so zum Beispiel beim 25. KOTTWITZKeller, der plötzlich größtenteils digital stattfand. Ganz besonders ist mir auch Hamburg zeigt Kunst auf dem Überseeboulevard in Erinnerung geblieben. Es war einfach toll, mit potenziellen Interessenten und anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmern in den persönlichen Dialog zu treten.

Neue Impulse genutzt

Dankbar bin ich auch für den Support von Freunden und Familie, die meine Arbeiten immer wieder begutachten und nicht müde werden, mit mir über meine Bilder und Techniken zu diskutieren. Und ich bin sehr dankbar für wunderbare Kunstferien an der Freien Kunstakademie Hamburg. Da dieses Jahr die großen Reisen ausfielen, habe ich die Zeit genutzt, zu malen und mich neu inspirieren zu lassen. Und während meiner Sommerpause an der Freien Kunstakademie Hamburg kam auch die Nachricht, dass die Kunstakademie – wenn auch etwas anders aufgestellt – im neuen Jahr weiterbestehen wird. Dies war zunächst durch Corona mehr als infrage gestellt. Was für ein toller Abschluss meiner Sommerpause!

Neue Bilder entstanden

Immer noch begeistert bin ich über die vielen Ideen und Techniken, die ich im Laufe des Jahres ausprobiert und kennengelernt habe, über Reihen, die ich beginnen, fortsetzen und umsetzen konnte – sei es die Arbeit mit Resin, die Reihe „Rhythmus der Natur“ oder meine neue Serie „Oyá-Oh-Yeah!“, in der ich erstmals Menschen darstelle. Kleinigkeiten – wie die Entdeckung des Stabilo Woodys mit all seinen Möglichkeiten – haben mir ein Lächeln ins Gesicht gezaubert. Dieser Stift bereichert ab sofort meine Malerei und macht neue Dinge möglich.

Kunst und Kultur im neuen Jahr

Apropos neue Dinge: Lasst uns auch im neuen Jahr alle daran mitarbeiten, dass neue Dinge entstehen, lasst uns helfen, unsere Kultur- und Kunstszene am Leben zu erhalten – denn ohne Kunst wird es wirklich still und unsere Welt ein gutes Stück ärmer. Oft braucht es gar nicht viel, sondern selbst der Einkauf im Geschäft um die Ecke oder das Konzertticket unterm Weihnachtsbaum tun etwas Gutes. Einige Ideen zur Unterstützung von Kunst und Kultur hat Mit Vergnügen zusammengestellt. Auch der Hilfsfonds „Kunst kennt keinen Shutdown“ der Hamburgischen Kulturstiftung nimmt weitere Spenden an.

Ich wünsche einen guten Start ins neue Jahr und freue mich auf neue und alte Kontakte, Chancen, Impulse, Experimente, Weiterentwicklung, neue Bilder und Kunst und Kultur in 2021! Auch bei mir stehen schon erste Ausstellungstermine fest. Alles dazu gibt es unter Termine. Ich bin gespannt, ob meine Pläne nächstes Jahr funktionieren, ansonsten wird es eben wie in diesem Jahr: Mit Improvisation geht’s zu unerwarteten, spannenden Ergebnissen.

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