Kunst in Szene setzen: Bilder an die Wand gelehnt
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Neue Kunst in Szene setzen: 10 Tipps

Ein Fundstück auf dem Flohmarkt, ein gezielter Einkauf nach langer Suche, eine spontane Liebe auf einer Vernissage – es gibt viele Gelegenheiten, ein neues Bild zu finden oder von ihm gefunden zu werden. Wie lässt sich die neu erworbene Kunst in Szene setzen und perfekt in Ihr Zuhause oder Ihre Geschäftsräume integrieren? Wie entsteht ein stimmiger Gesamteindruck mit den bereits vorhandenen Bildern? Hier gebe ich 10 Tipps aus der Praxis.

1. Kaufen, was gefällt

Das Wichtigste vorab: Es gibt kein Richtig oder Falsch beim Bilderkauf. Es kommt das in Ihr Zuhause, was Sie begeistert und wirklich anspricht. Ob das ein knalliges Pop-Art-Motiv ist, ein ruhiges Landschaftsbild oder beides zusammen – das Wichtigste ist, dass Ihre Bilder Ihnen gefallen. Sie sollten sich jeden Tag freuen, wenn Sie ein Werk sehen. Dann ist es ein guter Kauf.

Machen Sie sich insofern unabhängig von dem, was gerade vermeintlich in und modern ist. Sie sollen sich zuhause wohl fühlen. Ich hatte Kunden, die in ihrer Wohnung leuchtende Meereslandschaften mit Resin und Bilder alter Meister zusammengebracht haben – und zwar so, dass die Kombination unschlagbar war. Was ich damit sagen will: Unmöglich gibt es bei der Frage der Integration in Ihre Wohnung nicht.

2. Der Mix macht´s – nicht immer muss es ein Original sein

Sie haben Poster, gerahmte Postkarten, persönliche Schnappschüsse vom letzten Urlaub an der Wand und möchten jetzt ein Original-Kunstwerk integrieren? Oder umgekehrt? Um eine wohnliche Wirkung und kein Durcheinander zu erzeugen, ist die Kombination und das Zusammenspiel wichtiger als der Ursprung Ihrer Bilder. Alles zusammen macht Ihr Zuhause persönlich.

Andererseits heben Original-Kunstwerke und Unikate den Wohnwert Ihres Zuhauses oder die repräsentative Wirkung Ihrer Büroräume. Man sieht einfach den Unterschied zwischen einem Massendruck oder einem handgemachten Unikat, bei dem Sie jeden Pinselstrich entdecken und fühlen können. Schon ein einziges Original-Kunstwerk verändert die Wirkung eines ganzen Raums. Der Vorteil bei Originalen ist, dass eben nur Sie dieses Werk haben und somit auch Ihr Wohnraum individueller und persönlicher wird.

3. Alle Orte in der Wohnung in Betracht ziehen

Ich werde oft gefragt, wie ein neues Lieblingsbild bei wenig Platz integriert werden kann. Die Frage nach dem richtigen Platz für ein neues Bild in einer bereits eingerichteten Wohnung lässt sich oft ganz leicht lösen. Es ist nur ein bisschen Fantasie und Kreativität nötig. Nicht immer müssen es die Wand oder das Wohnzimmer sein. Um neue Kunst in Szene zu setzen und in den Raum zu integrieren, schauen Sie sich um. Ist Ihr Flur bereits wohnlich dekoriert? Wie sieht es im Arbeits- und Schlafzimmer aus? Haben Sie Platz auf einem Regal, um zum Beispiel ein Bild locker zu stellen statt zu hängen? Können Sie ein kleines Stillleben gestalten?

4. Ein heißer Tipp ist der Fußboden

Sehr gute Wirkung habe ich erzielt, indem ich größere Bilder – gerne auch in Kombination mit leeren Rahmen und in Gruppen mit mehreren Bildern – auf dem Fußboden an die Wand gelehnt habe. Dies kann ein kleiner Move mit großer Wirkung sein und einen ganzen Raum auflockern. Bei Arrangements auf dem Boden ist es auch ein Leichtes durchzutauschen. Wechseln Sie doch die Bilder einmal aus oder kombinieren Sie sie neu und geben Sie Ihrem Raum so wieder eine frische Wirkung.

5. Der Schlüssel zur Integration – Bilderwände

Sie haben bereits Bilder an der Wand und nun kommt ein neues Gemälde hinzu? Und Sie möchten auch das neue Bild unbedingt an die Wand bekommen? Der Schlüssel liegt in diesem Fall in der Gestaltung von Bilderwänden. Hängen Sie also nicht nur ein Werk an die Wand, sondern spielen und gestalten Sie. Bilderwände schaffen Raum für viele Bilder und lassen Ihre Wohnung gleichzeitig individuell werden. Eine Bilderwand passt zu jedem Einrichtungsstil – egal ob Landhaus, Boho-Chic, Skandi oder Industrial oder Ihr individueller Mix. Und auch in Geschäftsräumen können stilvolle, zum Betrieb passende Bilderwände Wunder wirken.

6. Bilderwände harmonisch gestalten

Einheitlichkeit und Ordnung entsteht an Ihrer Bilderwand, indem Sie sie zu einem Thema oder in einem Farbstil gestalten. Besonders harmonisch wirken Motive im Raum, wenn sie die Farbwelt der Möbel und Accessoires aufgreifen. Meiner Erfahrung nach hat jeder intuitiv eine Vorliebe für bestimmte Motive oder Farben und kauft auch entsprechend dieser Vorliebe ein. Oft fügen sich Bilderwände so sehr organisch und natürlich zusammen. Mein Tipp an dieser Stelle: Breiten Sie vorhandene und neue Bilder auf dem Boden aus und setzen Sie sie in verschiedener Kombination zusammen. So können Sie neue Kunst gut in Szene setzen und leicht in Ihr Zuhause integrieren.

7. Bilderwände richtig hängen

Ordnung in Ihrer Bilderwand entsteht zudem über die Hängung. Eine gute und einfache Möglichkeit ist es zum Beispiel mit einer geometrischen Form zu arbeiten. Stellen Sie sich einen imaginären Kreis, ein Quadrat oder Rechteck vor und arrangieren Sie Ihre Bilder in dieser Form. Wenn Sie Ihre Bilder vorab auf dem Fußboden zusammenstellen, können Sie die Form in passender Größe für Ihre Wand mit Schnüren legen und Ihre Bilder in diesem Rahmen verproben.

8. Korrespondierende Bilderwände schaffen ein Gesamtkonzept

Sie können nicht nur mit einer Bilderwand spielen, sondern das Konzept ausweiten. Betrachten Sie nicht jede Wand oder jeden Raum für sich, sondern sehen Sie Ihr Zuhause oder Ihr Büro als Gesamtraum. Sie können dann farbliche oder thematische Bilderwände über mehrere Räume gestalten. Auf diese Weise entsteht ein Gesamtkonzept für Ihren Wohn- oder Geschäftsraum.

9. Dies ist bei der Beleuchtung zu beachten

Originale sollten idealerweise nicht in der prallen Sonne hängen. Auch Drucke können durch UV-Strahlung verblassen. Achten Sie darauf, dass Sie Ihre Bilder entsprechend platzieren. Die Wahl der Beleuchtung hängt ansonsten vom Raum ab, aber auch von den Eigenschaften Ihrer Kunstwerke.

Ich arbeite vorwiegend in Acryl. Acrylfarben sind weniger glänzend als Ölfarben. Allerdings verwende ich oft einen Lack als Firnis, der wiederum leicht glänzend ist. Bei solchen glänzenden Oberflächen wie Sie durch ein Finish, Ölfarben oder den Einsatz von Resin entstehen, kann es zu Reflektionen kommen. Wählen Sie also idealerweise keine punktuell ausgerichteten Lampen wie Scheinwerfer, sondern mehrere, diffusere Leuchten. Wenn Sie eine Bilderwand mit mehreren Objekten gestalten, orientieren Sie sich an der Beschaffenheit der Mehrzahl der Werke.

Gut geeignet sind oft Deckenstrahler, die je nach Raumgröße und -schnitt einen Abstand zu den Bildern haben. Mit Deckenlampen vermeiden Sie Reflexe und sorgen für eine ausgeglichene Helligkeitsverteilung. Wichtig sind auch die passende Lichtstärke und der sogenannte Farbwiedergabeindex. Eine hohe Farbwiedergabe, die sich 100 Ra annähert, lässt Motive natürlich wirken und gibt Farben möglichst originalgetreu wieder.

Bei gerahmten Bildern hinter Glas achten Sie auf den Winkel des Lichts. Verändern Sie ihn und probieren Sie verschiedene Positionen der Lampe aus. So können Sie starke Reflektionen verringern. Geeignet ist auch Museumsglas, das blendfrei ist.

10. Und was, wenn sich doch kein idealer Platz finden lässt für das neue Kunstwerk?

Hier gilt: Ruhe bewahren und nichts erzwingen. Lassen Sie Ihre verschiedenen Ideen, wo das Bild hängen könnte, sacken. Machen Sie ruhig Fotos von den verschiedenen Möglichkeiten, Ihre Kunst in Szene zu setzen und den gegebenenfalls auf dem Fußboden arrangierten Bilderwänden. Schauen Sie sich die Fotos immer mal wieder an. Wie ist Ihr Eindruck mit etwas zeitlichem Abstand? Was stört sie? Fehlt vielleicht nur eine Kleinigkeit und das Arrangement wird stimmig? Überlegen Sie, welches Material Sie noch haben, das Ihre Wand ergänzen könnte. Manchmal kann in der Bilderwand integrierte Typografie Wunder wirken. Ich habe zum Beispiel Bilderwände gestaltet, bei denen am Ende eine gerahmte Karte mit inhaltlich passendem Text den Ausschlag gab und das Konzept plötzlich rund wurde.

Und zuletzt kein Tipp, sondern ein Angebot

Mein Angebot: Nach Absprache berate ich Sie gerne zur Integration eines meiner Werke in Ihr Zuhause oder Büro. Sofern Sie in Hamburg ansässig sind, können wir mailen, telefonieren, einen Video Call vereinbaren oder uns bei Ihnen vor Ort treffen. Wenn Sie außerhalb von Hamburg wohnen, gebe ich gerne eine Einschätzung per Video Call, E-Mail oder Telefonat anhand von Fotos des Wohnraums, in dem das neue Bild hängen soll. Kontaktieren Sie mich gerne!

Der Preis für eins meiner Originalgemälde orientiert sich an der Größe, Machart und dem Motiv. Kleine Unikate von 30×30 cm liegen ungefähr bei 220 Euro, Arbeiten von 40×40 cm bei 320 Euro. Werke von 50×50 cm kosten um die 390 Euro. Größere Werke von zum Beispiel 70×50 cm um die 480 Euro.

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