In der Entstehung: Nina Groth gestaltet Kunst mit Seekarten
Kunstwerk

Zweckentfremdet: nautische Seekarten für die Kunst

Küstenline, Tiefenlinien, Seezeichen, Leuchtfeuer, Wracks, Längen- und Breitengrade: Das verbindet man eher mit der Nautik als mit Kunst. Doch Seekarten sind bei genauerer Betrachtung wahre Schatzkarten. Macht nicht allein ein Blick auf ihre Gestaltung Lust auf Meer?

Mir zumindest ging es so. Ich schaute mir verschiedene alte und neue Seekarten an und ging visuell auf Entdeckungsreise. Ich folgte mit dem Auge den geschwungenen Küstenlinien und Tiefenlinien, entdeckte die Farbgebung in Gelb, Blau und Weiß. Mein Fazit: eine perfekte Basis für die Gestaltung von Kunstwerken.

Da ich mich oft von Materialien inspirieren lasse und sehr gerne neue Materialien ausprobiere – so entsteht ein Teil meiner Kunst –, habe ich auch Seekarten für mich entdeckt. Als Collageelemente mit weiteren Papieren und Textfragmenten lasse ich ganze Landschaften entstehen. Als verbindende und gestaltende Flächen zwischen den Papieren nutze ich Acrylfarben angelehnt an die Farbgebung der Seekarten. Über diese Flächen nimmt die Gestaltung Form an. Im Augenblick arbeite ich an eher farbenfrohen und poppigeren Seekartenbildern. Vielleicht sind das erste Frühlingsgefühle, auch wenn der Frühling bei einem Blick aus dem Fenster heute noch fern scheint.

Die Landschaften gestalte ich weiter aus, zum Beispiel indem ich in Spachteltechnik abstrakte Silhouetten von Gebäuden entstehen lasse – Häuser am See. Oder indem ich Figuren und Wanderer in der Landschaft mäandern lasse. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt – und genau das fasziniert mich an den Seekartenbildern. Viel Spaß beim Entdecken: vielleicht bei einer meiner nächsten Ausstellungen.

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