Acrylbild „Nur die Brandung“ mit Meereslandschaft und Sternenhimmel von Nina Groth
Ausstellung,  Kunstwerk

Dabei: 25. KOTTWITZKeller 2020 zum Thema „zeitlos“

Ich nehme dieses Jahr am 25. KOTTWITZKeller teil, eigentlich ein Sommer-Kunst-Projekt in der Hamburger Kottwitzstraße. Dieses Jahr ist aufgrund der Corona-Pandemie alles ein bißchen anders als sonst und das Jubiläumsevent findet als Kunstspaziergang am 29. August von 17 bis 21 Uhr statt. Alle Einreichungen der Teilnehmer werden dabei digital auf Bildschirmen und Beamern zu sehen sein. Ich habe drei Bilder eingereicht zum Jahresthema „zeitlos“.

Was ist eigentlich zeitlos? Ich habe in Vorbereitung meiner Einreichung für den diesjährigen KOTTWITZKeller gebrainstormed und Freunde befragt. Die Antworten waren sehr unterschiedlichen: Rituale, Mode wie ein Lieblingsshirt, das fortdauernd für schön befunden wird, Kindheitserinnerungen, Freunde und Familie. Beim Sondieren all der unterschiedlichen Antworten kam ich zum Schluss, dass eigentlich alles Genannte an eine Zeit gebunden ist. Rituale verändern sich ebenso wie die Mode, Kindheitserinnerungen stammen aus einer ganz bestimmten, unwiederbringlichen Zeit, sie sind nicht zeitlos. Und selbst Freunde und Familie sind endlich. Freunde können wechseln und gehören dann zu einer bestimmten Lebensphase.

Zeitlose Natur

Für mich persönlich sind am ehesten Naturszenen zeitlos. Natürlich ist auch die Natur über die Zeit entstanden, aber sie überdauert Mode und Rituale. Meine drei Arbeiten beschäftigen sich entsprechend mit solchen zeitlosen Naturschauspielen. In meinen Bildern kontrastiere ich das zeitlose Naturerlebnis mit einem technischen, zivilisatorischen, vom Menschen erschaffenen und an eine Zeit gebundenen Element. Der Kontrast betont die Zeitlosigkeit der Naturszene.

Mein Bild „Nur die Brandung“

Mein Bild „Nur die Brandung“ zeigt eine Nachtszene am Meer vor dem unendlichen Himmelszelt und den Weiten des Universums über uns. Das immer gleiche Naturschauspiel zwischen Brandung, Wellen und Sternen wiederholt sich Nacht für Nacht. Für mich gibt es wenig Beeindruckenderes als eine Nacht am dunklen Meer. Im Vergleich zur selben Szene am geschäftigen Tag bringt die Nacht das Ursprüngliche, Raue und auch Zeitlose des Meeres viel stärker hervor. Diese Szene wird kontrastiert durch die Kräne eines Hafens, eine industrielle Produktionsanlage, die der Zeitlosigkeit des Naturschauspiels entgegensteht und sie damit verstärkt.

Acrylbild „In den Weiten des Riffs“ mit Rifflandschaft von Nina Groth
„In den Weiten des Riffs“

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Acrylbild „Unter dem Himmelszelt“ mit Bergen und Sternenhimmel von Nina Groth
„Unter dem Himmelszelt“

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Mein Bild „In den Weiten des Riffs“

Mein Bild „In den Weiten des Riffs“ zeigt in der Draufsicht ein Riff, über dem ziehende Flamingos zu sehen sind. Auch dies ist ein sich immer wiederholendes Bild. Kontrastiert wird die natürliche Szene durch ein Boot, das sich von rechts unten in das Bild und die Naturszene schiebt und somit in das Riff eindringt. Das Boot ist von Menschen gemacht, es ist alles andere als zeitlos. Es bleibt nur zu hoffen, dass es zusammen mit den vielen anderen Booten die zeitlose Schönheit der Natur nicht irgendwann komplett zeitigt.

Mein Bild „Unter dem Himmelszelt“

Meine Arbeit „Unter dem Himmelszelt“ zeigt eine Bergszene vor dem Firmament. Das Weltall ist mich der Inbegriff der Zeitlosigkeit. Es ist der prominenteste Teil des Bildes. Kontrastiert wird die Szene mit einer abstrakten zivilisatorischen Ansicht, es könnte eine Stadt sein. Verschwindend klein vor dem Himmelszelt, aber dennoch erkennbar, blitzen rote, orange und gelbe Lichter, Türme ragen empor.

Über den KOTTWITZKeller

Üblicherweise finden die Ausstellungen des KOTTWITZKellers in den Kellern und Wohnungen der Anwohner der Kottwitzstraße statt, was dieses Jahr nicht möglich sein wird aufgrund der Corona-Pandemie. Auch Plan B mit einem Outdoor-Event auf der Straße kann nicht stattfinden. Von daher gibt es dieses Jahr einen Kunstspaziergang mit digitaler KOTTWITZKeller-Präsentation. So oder so: Ich freue mich auf jeden Fall sehr.

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